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Bericht über die Freizeit in Archea Pydna 2017 von Jonas Seibel

5. Sep 2017

Nach langem Sehnen war es am Abend des 28.07.2017 endlich so weit und eine 57-köpfige Gruppe sonnenhungriger Hinterländer brach von Holzhausen in den fernen Süden auf. Das Ziel lag zu diesem Zeitpunkt aber tatsächlich noch in weiter Ferne. Die etwa 2300 Kilometer lange Reiseroute führte die Teilnehmer nämlich zunächst über die Alpen und durch Italien, bis der Bus dann in Ancona auf eine Fähre fuhr. Mit dieser ging es dann 16 Stunden lang über die Adria, was eine willkommene Abwechslung von der langen Busfahrt war. Am Sonntagmorgen erreichte das Schiff dann den Hafen von Igoumenitsa und so betraten wir erstmals griechisches Festland. Nun sollte die Fahrt lediglich noch fünf Stunden durch Nordgriechenland gehen, was landschaftlich sehr ansprechend war. Dennoch stellte sich bei Ankunft am Ziel nach der 42-stündigen Reise eine gewisse Erleichterung ein. Die Strapazen der Anreise waren aber schon kurz darauf mit dem ersten Sprung in das kühlende Nass der Ägäis wieder vergessen.

Überhaupt überwog die Freude über das Camp mit seiner wunderschönen Lage direkt am Meer und der großzügigen Anlage. Die Behausungen muteten zwar zunächst recht spartanisch an, versprachen aber zumindest eine gemütliche Zeit und boten teilweise fantastische Ausblicke auf die Meereswogen. Die Hitze war für die kältegeplagten Mittelhessen zwar zunächst gewöhnungsbedürftig, doch auch eine willkommene Abwechslung, die sich mithilfe von Eiskaffee und regelmäßigem Aufenthalt im Wasser gut ertragen lies. Einzig die Mücken, ein Überbleibsel der vorangegangenen Regenperiode, kosteten uns einige Nerven und Literweise Mückenschutz. Doch auch dafür fand sich im Laufe der Zeit eine räuchernde Lösung.

Zu den regelmäßigen Aktivitäten zählten neben den allmorgendlichen Bibelarbeiten und der Abendandacht auch verschiedene Workshopangebote, die meist nachmittags stattfanden. So konnten die Teilnehmer ausgefallene Schmuckstücke aus Holz anfertigen, Football, Volleyball oder Wikingerschach spielen, in die Welt der griechischen Mythologie eintauchen oder gemeinsam Singen. Letzteres spielte generell eine große Rolle während der Freizeit, da zahlreiche musikalische Teilnehmer und Mitarbeiter große Freude daran hatten, die Perlen des Liederbuches zum Besten zu geben, nicht immer nur zur Freude der übrigen Menschen in der Nähe. Wem das alles zu anstrengend war, der konnte sich getrost ins Meer zurückziehen, das auch mehrere hundert Meter von der Küste entfernt noch flach genug zum Stehen und Planschen war.

Natürlich gab es auch häufiger die Möglichkeit, das Gelände zu verlassen und die Gegend zu erkunden. So standen Ausflüge in die sehenswerte Großstadt Thessaloniki, den nahegelegenen Ferienort Paralia Katerini und in die antiken Ruinen von Dion am Fuße des Olymps auf dem Programm. Gerade das Zusammenspiel von landschaftlicher Schönheit, Meer und Ruinen, welches typisch für Griechenland ist, übte einen besonderen Reiz auf die Reisenden aus und bot zahlreiche Möglichkeiten zum Anschauen und Fotografieren.

 

Die zweiwöchige Freizeit verlief insgesamt sehr gut und ohne größere Zwischenfälle, was vor allem der guten Gemeinschaft und dem positiven Gruppenverhalten geschuldet war. Bemerkenswert war darüber hinaus, dass auch nach langen Fahrten, drückender Hitze und bluthungrigen Mückenschwärmen die Stimmung immer noch gelassen und gut war. Das spiegelte sich auch in einem gut funktionierenden und entsprechend zufriedenen Mitarbeiterteam wider.

So kamen am Vormittag des 13.08.2017 alle Teilnehmer und Mitarbeiter, zwar etwas erschöpft von der Reise, aber glücklich und mit zahlreichen Erinnerungen im Gepäck sowie im Herzen, wieder in Holzhausen an.

 

Jonas Seibel

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