Weiter, immer weiter – Bericht über den JuGo in Holzhausen

3. Sep 2019

Über den JuGo in Holzhausen hat Klaus Kordesch einen schönen Artikel für die Zeitungen verfasst – den wir Euch nicht vorenthalten wollen:

“Man kann Gott nicht nerven“

Dekanats-Jugendgottesdienst in Holzhausen/H

Dautphetal-Holzhausen. Gott auf den Keks gehen? Ihn mit immer den gleichen Bitten langweilen oder aufregen? Warum das nicht geht, erfuhren die über 130 Jugendlichen beim Jugendgottesdienst (JuGo) der Evangelischen Jugend im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach (ejuBiG) am Sonntag in Holzhausen/H.

Während unsereinem schnell mal der Geduldsfaden reißt, wenn irgendwas nervt, ist Gott mit unendlicher Geduld immer für uns da, wie Dekanatsjugendpfarrer Stefan Föste in seiner Predigt deutlich machte. Gott wird nicht müde, er macht immer weiter mit uns und verliert nicht die Geduld: „Denn seine Güte währet ewiglich“, zitierte Föste den Psalm 136, den die JuGo-Besucher zuvor gebetet hatten – und dabei bei der ständigen Wiederholung dieses Verses schon etwas ungeduldig wurden.

Dass das „Weiter, immer weiter…“, das auch als Motto über dem JuGo stand, aber keineswegs ein Ideal ist, war auch schnell klar. Immer weiter saufen, kiffen oder den komischen Typen in der Pause runtermachen, weil das ja schon immer so war – das kann´s nicht sein, wie die Jugendlichen mit einem Anspiel zeigten. Und auch schöne Dinge wie Ferien, der Sommer und die ejuBiG-Freizeiten – viele der Teilnehmer hatten den JuGo gemeinsam mit Altersgenossen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Holzhausen und dem „JuGo-Team“ der Evangelischen Jugend im Dekanat Biedenkopf-Gladenbach vorbereitet und feierten in Holzhausen ihr Wiedersehen – können nicht ewig dauern: „Es ist gut für uns, wenn Dinge sich verändern und auch, wenn der Alltag wieder beginnt“, erklärte Föste am Beispiel des aus dem Jahr 1992 stammenden Films „Und täglich grüßt das Murmeltier“, bei dem ein Fernsehreporter immer wieder den gleichen Tag erleben muss.

„Der Turmbau zu Holzhausen“ stellte die Jugendlichen in Gruppen vor die Aufgabe, in fünf Minuten aus 20 Blatt Papier und mit Klebeband einen möglichst hohen Turm zu bauen. Auch da war ein Weiter-So nach den ersten gescheiterten Versuchen wenig ratsam. Die Gruppen, die ihre Bauten mit Verbesserungen weiterentwickelten, lagen schließlich in Sachen Stabilität und Höhe vorne.

Ein etwas trauriger Anlass bildete einen weiteren Höhepunkt des JuGo, der einmal mehr von der namenlosen Band musikalisch begleitet wurde: Die FSJ´lerin Ann-Kathrin Hofius wurde nach einem Jahr bei der ejuBiG von den Dekanatsjugendreferenten Klaus Grübener und Flo Burk mit Applaus, Dank und einem Präsent verabschiedet. Sie werde der Jugendarbeit im Dekanat weiter verbunden bleiben, versprach die künftige Studentin, bevor die Besucher bei Snacks und Getränken noch Zeit zum Wiedersehen, Quatschen und Chillen hatten.